Von März 2025 bis September 2026 bietet die Akademie des Augenblicks wieder eine modulare, vom Bundesverband Theaterpädagogik zertifizierte, berufsbegleitende Grundlagenweiterbildung Theaterpädagogik an.
Die 22 Kursmodule sind in sich abgeschlossen und können somit auch einzeln gebucht werden.
- Wir sind auf die Bereiche klassische Schauspielpädagogik, Regie und Performance spezialisiert.
- Wir öffnen Zeit und Räume, um unterschiedlichste Formen der Kreativität zu ergründen und erproben Wege für die eigene berufliche Praxis.
- Und wir suchen nach kollektiven und demokratischen Arbeitsstrukturen in der Kunst.
Unsere Weiterbildungstage
in der Regel
Freitagabend von 17.00 – 21.00 Uhr
und Samstag mit Pause von 10.00h – 19.00 Uhr
Es werden 16 Unterrichtseinheiten (UE à 45 Min.) erteilt.
Bei den dreitägigen Seminaren (siehe Programm) kommt noch der Sonntag von 10.00 – 16:00 Uhr hinzu.
Im Verlauf der Weiterbildung werden zudem 3 eigenständige Projekte umgesetzt.
Ingsamt umfasst die Weiterbildung damit mindestens 600 Unterichststunden.
2025
ERSTE AUSBILDUNGSPHASE von März bis September 2025
»Bitte nehmen Sie Platz!«
Die Schwerpunkt der ersten Ausbildungsphase sind:
- Ankommen. Platz nehmen.
- Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
- und dabei entdecken, was kreativ (noch) in einem steckt.
- 07./08.03 2025 und 21./22.03.2025
Achtsamkeits– und Ensembletraining (1. und 2. Kurs). Kursleitung: Martina Kröpelin, Thomas Aye, Frank Schikore
- 04./05.04.2025
Vom Bilderbuch zum Theaterstück (3. Kurs). Kursleitung: Katarzyna Kowalska, Helga Schimonsky und Thomas Aye
- 25./26.04.2025
Was der Clown alles kann (4. Kurs). Kursleitung: Helga Schimonsky
- 09./10.05.2025
Improvisation mit Kindern (5. Kurs). Kursleitung: Markus Riexinger und Thomas Aye
- 23./24.05.2025
Formen der Stückentwicklung mit Jugendlichen (6. Kurs). Kursleitung: Thomas Aye/ Frank Schikore
- 13/14.06.2025
Räume als Spiel und Erfahrungsort (7. Kurs). Kursleitung: Thomas Aye
- 27./28.06.2025
Bildende Kunst und Theater (8. Kurs). Kursleitung: Franziska Tendel
Und vom 16. bis 24.08.2025
ist die Akademie des Augenblicks dann zu Gast
an der Akademie am Meer auf Sylt
Fünf Dozent*innen der Grundlagen-Weiterbildung (Aye, Kröpelin, Rauch, Schikore, Schimonsky) und als Gast die Tanz- und Performance-Künstlerin Wilma Vasseur (Post Modern Dance, Body Mind Centering) aus der Schweiz nutzen die Dünen-, Strand- und Meerlandschaft der Insel als Inspirationsquelle und Spiel- und Bewegungsraum für theatrale Kreativität.
Die Workshopangebote gehen vom Objekttheater, der Tanz- und Bewegungsperformance, über das Hören und Schreiben, zum Raums der Stille, dem sich Einbetten, bis zum politischen Theater.
ENDE DER ERSTEN AUSBILDUNGSPHASE
und Beginn der ersten Projektphase zum Thema: Vor- u. Nachbereitung von Stücken/Projekten. Anhand von Beispielen werden Möglichkeiten der Vor- und Nachbereitung von Theaterstücken bzw. von Theaterprojekten vorgestellt, besprochen und entwickelt. Gemeinsame Theaterbesuche sind in diesem Zusammenhang angedacht.
ZWEITE AUSBILDUNGSPHASE von September 2025 bis Mai 2026
»Ein Blick zurück für die helle Voraussicht«
In der zweiten Ausbildungsphase, geht es verstärkt um die Frage, wo das eigene Regieherz schlägt, wie ich gern mit einer Gruppe arbeiten und was ich ästhetisch umsetzen möchte. Also eine Entdeckungsreise zu dem, was in Dir steckt. Dabei sollten erste eigene, kleinere Projekte verwirklicht werden.
Schwerpunkt der zweiten Ausbildungsphase:
- Meine Stimme
- Die klassische Schauspielpädagogik, mein Regiestil, Perfomance
- Theater- und Zeitgeschichte
- Kreatives Schreiben, szenisches und konzeptionelles Schreiben.
- 12./13.09.2025
Dramaturgie (9. Kurs)
In diesem Kurs geht es darum unterschiedliche dramaturgische Arbeitsweisen kennenzulernen. Das zu entdecken, was einem am meisten Spaß macht. Wobei die Nase ruhig mal in das gesteckt werden sollte, was einem eigentlich nicht so viel Spaß bringt, um Neues kennenzulernen und Perspektiven zu erweitern.
Kursleitung: Thomas Aye
- 10. bis 12.10.2025 Dreitägiges Seminar
Reise durch die »klassische Schauspielpädagogik« (10. Kurs)
Das Spezifische an diesem Seminar ist die Systematik, mit der in die klassische Schauspielpädagogik eingeführt wird. Stanislawski, Meyerhold, Čechov, Brecht, Strasberg und Grotowski sind die Klassiker. Doch anstatt eine dieser Schulen in ihrer ganzen Komplexität vorzustellen, werden zum Beispiel aus dem Stanislawski-System charakteristische Übungen entnommen und zusammen mit vergleichbaren Ansätzen in einen Kontext gestellt. Atmosphäre, Verstand, Körper, sensorische Erinnerung und Rhythmus wären damit die neuen Ordnungskriterien in der klassischen Schauspielpädagogik.
Kursleitung: Thomas Aye
- 24./25.10.2025
Forumtheater. Politisches Theater. (Straßentheater) (11. Kurs).
Grundlagen der Techniken des Theaters der Unterdrückten: Zeitungstheater, Statuen-/Bildertheater, Forumtheater, unsichtbares Theater, Regenbogen der Wünsche. Ästhetik und Anwendugsbeispiele von Straßentheater.
Ein Kern des boalschen theaterpädagogischen Ansatzes, der im Kurs zum Tragen kommen soll, ist die Subjektorientierung. Menschen sollen als Subjekte erst genommen und selbstermächtigt werden. Subjekte handeln weder im luftleeren Raum noch völlig determiniert. Stattdessen agieren sie im Rahmen von Möglichkeitsräumen und verhalten sich spezifisch der vorgefundenen Bedingungen.
Kursleitung: Frank Schikore und Nicolai Raab
2026
- 13. bis 15.02.2026 Dreitägiges Seminar
Regie/Perfomance-Kolloquium. Open Space. Den eigenen Regiestil entdecken – Regie- und Anleitungskonzepte (12. Kurs)
Mit dem Schwerpunkt »Regie, Performance« wenden wir uns an all jene Menschen, die ihr künstlerisches Profil stärker herausbilden möchten und an diejenigen, die im Grenzbereich zwischen bildender Kunst – politischer Aktion und Theater ihren Arbeitsschwerpunkt sehen. Wir legen unseren Fokus dabei auf die künstlerische Persönlichkeit, die sich im Rahmen eines Lernprozesses frei und bewusst entfalten kann.
Kursleitung: Thomas Aye und Gäste
- 13. bis 15.03.2026 Dreitägiges Seminar
Theatergeschichte. Kunst als Abbild der Zeit (13. Kurs)
Janette Rauch gibt einen Überblick über die Geschichte des Theaters, seine Ästhetik, stellt Bezüge zur Theorie und Geschichte der Theaterpädagogik her und zeigt spielerisch, inwieweit sich die jeweiligen Kunstepochen in der Zeit spiegeln und welchen Einfluss das auf die Darstellung von Gefühlen in der Kunst hat.
Kursleitung: Janette Rauch
- 17./18.04.2026
Kreatives Schreiben (14. Kurs)
Martina Kröpelin zeigt und erprobt mit den Teilnehmer*innen unterschiedliche Wege zum kreativen, künstlerischen und biografischen Schreiben. Es geht dabei immer auch um die Öffnung der Wahrnehmung insbesondere in Naturräumen.
Kursleitung: Martina Kröpelin
- 24/25.04.2026
Tanz- und Bewegungstheater mit Jugendlichen (15. Kurs)
In diesem Modul geht es um Tanz- und Bewegungstheater mit Jugendlichen. Tanztheater bietet die Chance zur Entwicklung eines eigenen Körperbewusstsein und ist hier sehr modern, weit und offen gefasst – es geht nicht um formale Schrittfolgen, Standardtanz oder Ballett. Im Mittelpunkt steht die Freude an der eigenen Bewegung, tänzerische Vorerfahrungen sind nicht erforderlich.
Im WarmUp kommen wir im eigenen Körper, bei uns selbst an. Erweitern allmählich unsere Wahrnehmung für den Raum und die tanzenden Menschen darin. Wir spüren eigenen Impulsen nach und verleihen ihnen als „Authentic Movement“ Ausdruck. Verschiedene Bewegungstechniken wie das „Realease“ erweitern das praktisches Verständnis unseres Bewegungsrepertoire.
Der bewusste Umgang mit Körpersprache ist dabei das entscheidende Gestaltungsmedium. Wie unterstütze ich jugendliche Spieler*innen dabei zu einem authentischen und emotional berührenden Spiel zu finden und sich einer glaubhaften Figurendarstellung anzunähern? Geschichten im Theater werden in erster Linie durch die Interaktionen der Spieler*innen selbst erzählt. Bewegung, Haltung, Mimik, Gestik, Non- und Paraverbale Signale sind entwicklungsgeschichtlich betrachtet die ältesten körpersprachlichen Verhaltensweisen und bieten damit einen unmittelbareren Zugang als es verbal und textsprachliche Erschließungswege vermögen. Die affektive Verbindung von Körper und Gefühl kann uns bei der Suche nach dem individuellen Körperausdruck, der für eine Figur in einer gewissen Situation stimmigen Darstellung helfen und zu mehr Wahrhaftigkeit führen. Authentisch, tänzerische und choreografische Bewegungsmöglichkeiten wollen wir sowohl in individueller Recherche zu einer Charakterstudie als auch über das gemeinsame Ensemblespiel zu einem Thema erkunden.
Kursleitung: Frank Schikore
- 08/09.05.2026
Szenisches und kreatives Schreiben (16. Kurs)
Der Kurs will die Lust am szenischen und kreativen Schreiben wecken. Zeigen, welche Möglichkeiten sich anbieten, um ausgehend von einem Text, einer Idee, einem Konzept oder einer Inspiration, ein Stück auf die Bühne zu transportieren.
Kursleitung: Thomas Aye
ENDE DER ZWEITEN AUSBILDUNGSPHASE
und Beginn der zweiten Projektphase, in der erste, kleine, eigene Projekte verwirklicht werden sollen und dürfen.
BEGINN DER DRITTEN AUSBILDUNGSPHASE von Mai 2026 bis September 2026
»Einsteigen, sich treiben lassen, ankommen «
Schwerpunkt der dritten Ausbildungsphase:
- Kollektive und demokratische Arbeitsstrukturen in der Kunst
- Meine Träume, der Markt und künftige theaterpädagogische Perspektiven
- 29./30.05.2026
Transkulturelles Theater (17. Kurs)
Canip Gündogdu zeigt, welche Besonderheiten und Möglichkeiten es gibt, wenn man mit Menschen, die unterschiedliche kulturelle Hintergründe haben, Theater spielen möchte.
Kursleitung: Canip Gündogdu
- 12./13.06.2026
Biografisches Theater (18. Kurs)
Canip Gündogdu geht es hier um Formen des biografischen Theaters. Wie die eigene Geschichte, die Geschichte eines Ortes, genutzt werden können, um zu einem Theaterstück zu gelangen
Kursleitung: Canip Gündogdu
- 27.06.2026
Was der Clown alles kann (Nachholtermin für Quereinsteigende)
Kursleitung: Helga Schimonsky
- 17./18.07.2026 und 7.11.2026
Theater trifft Film (19. Kurs)
Lust auf Theater, aber mit Smartphone-Kamera-Boost? Wir zeigen, wie Livevideo, Doku- und Kunstfilm-Elemente eine Szene nicht nur „verschönern“, sondern dramaturgisch richtig spannend machen: näher dran, mehr Perspektiven, mehr Überraschungen. Anhand aktueller Beispiele aus deutschsprachigen Inszenierungen schauen wir, wie Bühne und Bild zusammenwirken – und was das beim Publikum auslöst. Danach lernst du die Basics von filmischen Storyboards: Wie plane ich Shots, Übergänge und Ton, damit eine Idee auch funktioniert? Im nächsten Schritt improvisierst du in einer Kleingruppe eine eigene Theaterszene zu einem Thema, das euch wirklich interessiert. Dann kommt der Experiment-Teil: Ihr probiert aus, wo Video der Szene Mehrwert gibt – als Close-up, Rückblende, Kommentar oder Parallelhandlung.
Praktische Umsetzung des Storyboards in Kleingruppen als Mini- Projekt bis einschließlich Samstag 07. November 2026:
Zum Schluss setzt ihr euer Storyboard praktisch um und dreht mit dem Smartphone euer eigenes kurzes Video. Egal ob du lieber spielst, filmst, schneidest oder inszenierst: Für jede Rolle gibt’s Platz – und ihr geht mit einer fertigen Mini-Produktion nach Hause. Mach mit und finde heraus, wie aus einer Szene mehr als nur Theater wird!
Kursleitung: Thomas Aye und Frank Schikore
- 28. bis 30.08.2025 (Dreitägiges Seminar)
Stimme/Tanz/Bewegung (20. Kurs)
Zwaantje de Vries vertieft ihren Ansatz der Roy Hart-Stimmarbeit.
Kursleitung: Zwaantje de Vries
- 11/12.09.2026
Planung und Organisation von eigenen Projekten (21. Kurs)
Perspektiven für das eigene theaterpädagogische Arbeiten
Kursleitung: Team
- 25./26.09.2026 Abschluss (22. Kurs)
Prüfung/Auswertung /Fest
Kursleitung: Team
– Änderungen am Gesamtprogramm sind vorbehalten –
Die Kosten
Gegenwertig belaufen sich die Kosten auf 3 950 Euro Euro bis 4 200 Euro
nach Selbsteinschätzung, damit wir Stipendien vergeben können.
Danke.
Und natürlich ist der Lehrgang auch steuerlich absetzbar.
Eine Förderung (Teilstipendium), Sonderregelungen und monatliche Ratenzahlungen sind möglich.
Wer nur einzelne Module belegen möchte, um sich auf einen Bereich – Schauspielpädagogik, Regie, Film oder Stückentwicklung und Improvisation – zu spezialisieren, bezahlt je Modul (16 Unterrichtsstunden) 185 Euro.
Anmeldung über: info@akademie-des-augenblicks.de
oder unter: 0172 3928246 (Thomas Aye)



